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Betriebsausflug zur Chinesen Müür

Da mein ADiA Blog zur Zeit leider ausgefallen ist, benutze ich den Blog hier vorübergehend als Ersatz.


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Der Frühling hat sich nun endgültig durchgesetzt in Beijing, und das Wetter ist angenehm warm geworden. Mit dem Beginn des neuen chinesischen Jahres, nämlich dem des Schweines, hat sich auch bei unserer Arbeit einiges getan.

Es arbeiten nun sechs weitere Freiwillige hier, einer vom SFD, der seine Dienststelle gewechselt hat, drei Koreanerinnen und zwei Holländerinnen, die aber aus kantonesischen Familien stammen (so ähnlich wie es bei mir der Fall ist). Wie ich es bisher mitbekommen habe, bleiben wohl die meisten ein halbes Jahr beim Xingxingyu, nur eine Koreanerin bleibt für ein ganzes Jahr. Da jetzt so viele Freiwillige bei uns im Wohnheim arbeiten, haben wir drei "Altfreiwillige" kürzere Arbeitszeiten bekommen (hoho). Wie dem auch sei, an dem Inhalt der Arbeit endet dies jedoch nicht wirklich etwas.

Das Xingxingyu hat quasi als Frühlingsausflug heute eine Fahrt zur Chinesischen Mauer bei 司马台 organisiert, der für uns Freiwilligen kostenlos war. Bis auf einen sind dann auch alle mitgefahren, außerdem waren noch Tian und ihr Sohn Taotao, einige Lehrer vom Xingxingyu und sonstige Freunde mit, was die ganze Sache ganz lustig gemacht hat, denn es war schon eine bunte Truppe, auch was Alter und Herkunftsland betraf.

Für mich war das dann das vierte Mal, dass ich auf der Chinesischen Mauer (auf Holländisch etwa "Chinesen Müür" ausgesprochen, worüber unter anderem/ vor allem Christoph sich köstlich amüsierte, wobei er ja sowieso der Sprachfanatiker unter uns ist :P), allerdings war ich bisher noch nie bei diesem Abschnitt , und ich muss zugeben, dass er der schönste von den drei offiziell zugänglichen ist. Ca. 90% der kompletten begehbaren Strecke ist nicht restauriert, sodass die teilweise schon sehr stark eingefallene Mauer ihren alten Flair bewahrt hat. Auch die Zeit wurde geschickt gewählt. Mittags Punkt 12 Uhr sind wir vom Xingxingyu losgefahren, sodass wir dann den kompletten Nachmittag über die Mauer gewandert sind, den Sonnenuntergang, der leider durch den starken Nebel etwas getrübt wurde, nichts destro trotz auf der Mauer sehr schön war, miterlebt haben und dann kurz nach Sonnenuntergang dann vom Bus am anderen Ende des Mauerabschnitts abgeholt wurden.

Teilweise wurde es dann auch schon etwas gefährlich, und die Steigungen waren auch nicht immer ohne. Was mich ein bisschen verwundert hat, ist, dass Taotao, Tians autistischer Sohn, sich wirklich wacker geschlagen hat. Anfangs hat er und Tian den Rest der Truppe weit hinter sich gelassen, nur am Ende, als es dann wirklich steil auf und ab ging, wurde er dann etwas langsamer, da er sich beim gehen nicht an der Wand oder an sonst etwas festhalten kann. Aber von der Ausdauer her war er top. Wenn ich mir vorstelle, wie sich unsere Kinder aus dem Wohnheim auf der Mauer schlagen würden, nein, das stelle ich mir dann lieber doch nicht vor. Eine weitere "Kuriosität" (um Christophs Forderung nach dem Gebrauch "Germanischer Sprache" genüge zu tun) war Suns kleiner Hund, den er wohl nach nicht allzulanger Wanderung den ganzen Weg über die Mauer tragen drufte. Aber am Ende sind alle heil wieder unten angekommen, die obligatorischen Fotos wurden geschossen (ich hatte damit diesmal eher weniger zu tun, da meine Kamera vor einiger Zeit mit starkem Verdacht auf Diebstahl abhanden gekommen ist), und nach einem eigentlich gar nicht so langem Tag sind alle müde aber glücklich wieder in Dongxu angekommen.
18.3.07 00:19
 



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